Eberhard Riedel
the miracle of the Fichtelberg
In the 60s Oberwiesenthal began to develop as a stronghold of alpine skiing. Under the guidance of Coach Joachim Loos the "Mittelgebirger" was able to penetrate into the phalanx of the "Hochgebirger" and partcipate in Olympic and World Championships. Again and again won the active Oberwiesenthaler Eberhard Riedel respectable achievements and he was considered the "miracle of the Fichtelberg.
Eberhard Riedel nahm an drei Olympischen Winterspielen teil. 1960 in Squaw Valley wurde er in der Abfahrt 16., 1964 in Innsbruck im Riesenslalom 15. und im Slalom 18. 1968 in Grenoble gelang ihm seine beste olympische Platzierung. Er wurde 13. im Slalom, außerdem 41. im Riesenslalom. Riedel war auch bei den Alpinen Weltmeisterschaften 1958 in Bad Gastein und 1966 in Portillo (Chile) dabei.
Riedel erlernte den Beruf eines Forstarbeiters, in dem er ab 1962 arbeitete. Von 1955 bis 1962 war er Angehöriger der Nationalen Volksarmee. Am 20. Oktober 1963 wurde Riedel als Vertreter der FDJ, deren Mitglied er seit 1952 war, in die Volkskammer der DDR gewählt und gehörte dieser für eine Legislaturperiode bis 1967 an. 1964 brachte er dem damaligen Staatsratsratsvorsitzenden Walter Ulbricht die Slalomtechnik bei. Im gleichen Jahr begann er ein Fernstudium der Sportwissenschaften an der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig und war nach dessen erfolgreichem Abschluss als Fußball-, Ski- und Skisprungtrainer tätig. Dabei betreute er auch kurzzeitig Jens Weißflog. Zuvor hatte er 1969 seine aktive Skiläuferkarriere beendet, nachdem die DDR die Förderung des alpinen Skisports gestrichen hatte.[1]
Zusammen mit seiner Frau Hannelore, die ebenfalls erfolgreich Ski fuhr, lebt er in Kurort Oberwiesenthal. Sie haben zwei erwachsene Söhne Olaf und Peter Riedel. Seit 2023 und seit 2024 ist er Ehrenbürger der Stadt Kurort Oberwiesenthal und seiner Heimatstadt Lauter.
Quelle wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_Riedel_(Skirennläufer)
Eberhard Riedel - the miracle of the Fichtelberg
In the 60s Oberwiesenthal began to develop as a stronghold of alpine skiing. Under the guidance of Coach Joachim Loos the "Mittelgebirger" was able to penetrate into the phalanx of the "Hochgebirger" and partcipate in Olympic and World Championships. Again and again won the active Oberwiesenthaler Eberhard Riedel respectable achievements and he was considered the "miracle of the Fichtelberg.
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Press: Riedel won Alpine Combination His biggest success won the GDR-runner Eberhard Riedel on a Saturday at the XIV. Czech-Memorial in the polish ski resort Zakopane. He won of a total of 44 participants, including the worlds top Frenchman Bozon (one of the world leaders) with note 2,18 the alpine triple combination, ater he had occupied the second in alpine skiing and third place in special slalom. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die besten nationalen sportlichen Erfolge:
DDR-Meisterschaften im Kurort Oberwiesenthal 1957 - 1968
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Riesenslalom Slalom Abfahrt Kombination |
4 x Platz 1 2 x Platz 1 2 x Platz 1 2 x Platz 1 |
2 x Platz 2 1 x Platz 2 |
4 x Platz 3 1 x Platz 3 1 x Platz 3 |
Die besten internationalen sportlichen Erfolge:
Weltmeisterschaften 1958 in Bad Gastein - Österreich
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Abfahrt Spezialslalom |
Platz 27 Platz 24 |
XIV. Czech-Memorial 1959 in Zakopane - Polen
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Abfahrt Spezialslalom Riesenslalom Kombination |
Platz 2 Platz 3 Platz 1 Platz 1 |
Presse: Riedel gewann Alpine Kombination
Seinen bisher größten Erfolg erkämpfte sich der DDR-Läufer Eberhard Riedel am Sonnabend beim XIV. Czech-Memorial im polnischen Wintersportort Zakopane. Er gewann von insgesamt 44 Teilnehmern, darunter der zur Weltspitze gehörende Franzose Bozon, mit Note 2,18 die Alpine Dreier-Kombination, nachdem er im Abfahrtslauf den zweiten und im Spezialslalom den dritten Platz belegt hatte.
30. Internationales Lauberhorn-Rennen 1960 in Wengen - Schweiz
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Slalom Abfahrt Kombination |
Platz 11 Platz 6 Platz 8 |
Olympische Spiele 1960 in Squaw Vally - USA
| Abfahrt Platz 16 |
Presse: Krach in Squaw Vally
Krach unter den deutschen Skiläufern vor Beginn der Winter-Olympiade in Squaw Vally (USA). Überraschend gab der Chef der Mission, Kunz, bei den Verhandlungen mit den Ostzonalen Skifunktionären nach. In der Abfahrts-Kombination soll Riedel (Ostzone) für den Westdeutschen Wagnerberger laufen. Das Ski-Ass Lanig (Bundesrepublik) drohte mit Streik. Der Präsident des Deutschen Skiverbandes, Dr. Heine, steht hinter dem Beschluss Kunzes. Begründung: Die Entscheidung konnte wegen der gemeinsamen deutschen Mannschaft nicht umgangen werden.
7. Internationale Skitage 1961 in Adelboden - Schweiz
| Riesenslalom Platz 1 |
Presse: Schussfahrt zur Weltspitze
Mit 60 Sachen raste gestern Eberhard Riedel, DDR-Olympiateilnehmer von Squaw Vally, auf dem 2,2 km langen Riesenslalom-Kurs von Adelboden (CH) dem Sieg entgegen. Sein erster Platz bei einem Internationalen Skirennen war eine Sensation. Mit 02:32:01 min. ließ der Oberwiesenthaler ein starkes Teilnehmerfeld hinter sich.
Geschichte des Internationalen Adelbodener Skitages 1961: DDR-Sieg
Einmal mehr kam es in der Nacht vor dem Rennen zu einem Wetterumsturz. Nachdem es kalt gewesen war, regnete es während des Slaloms am Kuonisbergli in Strömen. Mit Schneezement konnte man die Pisten einigermaßen retten. Fritz Wagnerberger feierte seinen zweiten Sieg in Adelboden vor den beiden Schweizern Daniel Gerber und Dölf Mafhis, dem Österreicher Ernst Flach und einem ostdeutschen Trio. Für den nachfolgenden Riesenslalom wurde es etwas kälter, es schneite intensiv. Der ostdeutsche Eberhard Riedel kämpfte auf der stumpfen Unterlage verbissen und gewann mit 1,3 Sekunden Vorsprung auf Willy Forrer, der mit einer ganz besonderen Wut ins Rennen gegangen war, weil man ihn - seiner Meinung zu Unrecht - in der Gruppe zwei ausgelost und mit der Nummer 30 bedacht hatte.
Eberhard Riedel nach seinem Sieg in Adelboden: "Ich kann es noch immer nicht recht fassen". Ein weiterer DDR-Sportler ließ die Welt aufhorchen. Eberhard Riedel aus Oberwiesenthal schlug in Adelboden (Schweiz) die Weltelite in den alpinen Skidisziplinen. Mit 1,3 sec. Vorsprung geann er den Riesenslalom, der bei einer Länge von 2,2 km 475 m Höhenunterschied aufwies. Dass dieser international sehr beachtete Erfolg kein "Zufallstreffer" war, bewies unser Alpiner bereits einen Tag vorher beim Spezialslalom.
ADELBODEN 12.01.2013. Des einen Freud, des anderen Leid. Der Name Riedel fuhr auch an einem alpinen Schauplatz eine, nun ja: gewisse Befriedigung ein. Nachdem die deutschen Herren beim Riesentorlauf in Adelboden mit Fritz Dopfer und Felix Neureuther die Ränge zwei und drei belegt hatten, ist Eberhart Riedel, Vater von Peter Riedel, nun seit exakt 52 Jahren der einzige deutsche Sieger bei diesem Schweizer Traditionsrennen. Er gewann 1961 die Konkurrenz und zementierte damit seinen Ruf als bester Alpiner Skifahrer der DDR. „Es wird sicher das Jahr kommen, in dem ein anderer Deutscher siegreich bleibt. Aber ich müsste lügen: Derzeit freue ich mich, dass mein ,Rekord‘ weiter Bestand hat“, sagte Eberhart Riedel.
32. Internationales Lauberhorn-Rennen 1962 in Wengen - Schweiz
| Abfahrt Platz 12 |
Presse: Ebs gehört zur Weltelite - Platz 12 am Lauberhorn
Prächtig schlug sich gestern der Oberwiesenthaler Eberhard Riedel beim 32. Lauberhorn-Rennen gegen ein internationales Klassefeld. Von 127 Teilnehmern erreichte "Ebs" als Mittelgebirgler im Spezialslalom auf einer tückisch vereisten Piste den 12. Rang. Damit zeigte er sich gut vorbereitet für die Weltmeisterschaft, die vom 10. - 18. Februar in Chamonix (Frankreich) stattfindet.
23. Hahnenkammabfahrt 1962 in Kitzbühl - Österreich
| Abfahrt Platz 11 |

Presse: Eberhard Riedel erneut gut platziert
Unter 117 Läufern aus 22 Ländern belegte Eberhard Riedel (DDR), der schon beim Spezialslalom in Wengen (12.) seine Weltklasse unterstrichen hatte, in 2:40:8 einen hervorragenden elften Rang. Eberhard Riedel war als 16. gestartet und lag, als die Läufer der absoluten Weltspitze bereits das Rennen beendet hatten, noch an sechster Stelle.
Olympische Spiele 1964 in Innsbruck - Österreich
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Spezialslalom Riesenslalom |
Platz 15 Platz 15 |
Zillertaler Grananten 1965 in Maierhofen
| Riesenslalom | Platz 1 |
27. Hahnenkammabfahrt 1965 in Kitzbühel - Österreich
| Abfahrt Platz 9 |
Weltmeisterschaften 1966 in Portillo - Chile
| Abfahrt Platz 22 |
ARD Mediathek
Deutscher Skiläuferverband berichtet von Vorbereitungen für die Ski-WM 1966
3. Pistenrennen 1967 in Saalbach/Saalfeld/Zell am See - Österreich
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Abfahrt Spezialslalom Riesenslalom Kombination |
Platz 2 Platz 3 Platz 1 Platz 1 |
Olympische Spiele 1968 in Grenoble - Frankreich
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Spezialslalom Riesenslalom |
Platz 13 Platz 41 |
| Olympic Games 1964 in Innsbruck - Austria | ||||
| Special slalom | place 15 | |||
| Giant slalom | place 15 | |||
Zillertaler Grananten 1965 in Maierhofen | ||||
| Giant slalom | place 1 | |||
27th Hahnenkamm-race 1965 in Kitzbühel - Austria | ||||
| Alpine ski | place 9 | |||
World championship 1966 in Portillo - Chile | ||||
| Alpine ski | place 22 | |||
3. Ski race 1967 in Saalbach/Saalfeld/Zell am See - Austria | ||||
| Alpine ski | place 2 | |||
| Special slalom | place 3 | |||
| Giant slalom | place 1 | |||
| Combination | place 1 | |||
Olympic Games 1968 in Grenoble - France | ||||
| Speial slalom | place 13 | |||
| Giant slalom | place 41 | |||


The "OFF" for participating in international competitions
came in 1968 for the alpine racing: GDR precipitated instead of sports leadership the decision because the costs are to high and "unprofitable". However under covers it is rumored that the benefit-like development of this sport does not fit into the socalist image. With this decision the alpine racing in the GDR was no longer supported and has led a shadowy existence since.





Eberhard Riedel Ehrenbürger von Oberwiesenthal am 14.08.2023!
Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie am Marktplatz in Oberwiesenthal wurde meinem Vater Eberhard Riedel gestern Sonntag die Ehrenbürgerwürde der Stadt Kurort Oberwiesenthal verliehen. Was für eine Ehre!
Gemeinsam mit seinem damaligen Erfolgstrainer Joachim Loos prägten die beiden maßgeblich die Skigeschichte am Fichtelberg und legten den Grundstein für eine äußert erfolgreiche Ski-Alpin Abteilung auf unserem Hausberg. „Das Wunder vom Fichtelberg“ - wie die Erfolgsgeschichte von damals in die Welt hinaus getragen wurde, gipfelte in drei Olympiateilnahmen sowie Weltcupsiegen in Adelboden und Kranjska Gora. Unter schwierigsten Rahmenbedingungen wurde damals trainiert, als DDR- Bürger hatte man es alles andere als einfach. Umso kreativer und hartnäckiger musst man sein, um seine Ziele zu erreichen. Und das waren sie allemal, kurzerhand wurde am Fichtelberg die Lifttrasse als Abfahrtspiste umfunktioniert. Anlässlich des 100. Geburtstags vom damaligen Erfolgstrainer trägt diese Piste heute den Namen „Joachim Loos“.
Mit der Verleihung des Titels „Ehrenbürger der Stadt Oberwiesenthal“ wurde nun auch meinem Vater eine große Ehre zu Teil, die er sich mehr als verdient hat. Die Ehrenbürgerwüde steht als Zeichen der Dankbarkeit für die internationale Aufmerksamkeit, die die Stadt Oberwiesenthal durch die Erfolge von Eberhard Riedel erlangt hat. Seitdem ist Oberwiesenthal kein unbekannter Platz mehr auf der internationalen Skilandkarte. Das bestätigten auch Jens Weisflog sowie Gisela Lass, die die Laudatio für meinen Vater hielten.
Anlässlich seines 85. Geburtstags hat die Stadtverwaltung die Verleihung der Ehrenbürgerwürde beim Stadtrat beantragt, mit einer großen Mehrheit wurde dafür gestimmt. Seit gestern darf mein Vater nun stolz den Titel „Ehrenbürger der Stadt Kurort Oberwiesenthal" tragen.
"Es ist emotional sehr bewegend, die ganze Geschichte von damals nochmal Revue passieren zu lassen. Die Bilder sind so präsent und ziehen vor meinem geistigen Auge nochmal vorbei, als wäre das alles gerade erst kürzlich geschehen. Möge der heutige Tag, das Vertrauen und die Wertschätzung, die mir gegenüber erbracht wurde, in unserer Stadt Kurort Oberwiesenthal weiterleben. Danke dafür!“, so mein Vater in seiner Rede, in der er vor allem spannende Einblicke in das „Wunder vom Fichtelberg“ gab.
Wer meinen Vater kennt, der weiß, dass er stundenlang über die damaligen Erlebnisse sprechen kann. Gott sei Dank hielt er sich bei seiner gestrigen Dankesrede etwas kürzer :-)
Es macht mich als Sohn extrem stolz und ich möchte meinem Vater diesbezüglich meine Hochachtung für das, was er geleistet hat, aussprechen. Der Sohn eines Ehrenbürgers zu sein ist schon etwas Besonderes!

Eberhard Riedel Ehrenbürger
von Lauter am 19.09.2024!
Heute Donnerstag wurde Eberhard Riedel von seiner Geburtsstadt Lauter mit der Ehrenbürgerschaft ausgezeichnet. Welch große Ehre für meinen Vater, ist es doch in Sachsen die höchste Ehrenwürde, die einem zu Teil werden kann!
Im Rahmen des alljährlichen Fests des Erzgebirgsvereins wurde ihm in feierlichem Rahmen die Urkunde vom Bürgermeister von Lauter-Bernsbach, Thomas Kunzmann, übergeben. Zahlreiche Freunde und Weggefährten waren gekommen, um mit „Ebs“, wie er von seinen Freunden und Weggefährten genannt wird, zu feiern.
Der kleine Absatz, der vorab in der Bürgerinformation veröffentlicht wurde, bringt es meiner Meinung nach auf den Punkt: „Es wird vorgeschlagen, dass Eberhard Riedels Geburtsstadt Lauter, heute Lauter-Bernsbach, den „Ebs“, den besten Alpin-Ski-Fahrer der DDR, für seine sportlichen Leistungen mit der Ehrenbürgerschaft auszeichnet.“
Die Auszeichnung zum Ehrenbürger ist vor allem eine Würde, die das sportliche Wirken meines Vaters im Erzgebirge in den Mittelpunkt stellt. Geboren und aufgewachsen in Lauter war ihm die Sportbegeisterung und der Bewegungsdrang bereits in die Wiege gelegt. Schon als kleiner Junge entdeckt er das Skifahren als seine Passion. Wie besessen stieg er mehrmals täglich vom Dorf auf den Hausberg „Morgenleithe“, um sich anschließend wagemutig ins Tal zu stürzen.
Auch wenn ihn das Leben und die Karriere später in die weite Welt hinauszogen, wird mein Vater seine Wurzeln in Lauter niemals vergessen. Lauter war für ihn immer Mittelpunkt, wenn es um Heimat ging. Hier fing alles an und wer weiß: vielleicht wäre mein Vater nie zu dem geworden, der er ist, hätte er nicht dieses sportlich geprägte Umfeld in Lauter gehabt.
Und es ist nicht die erste Ehrenwürde für „Ebs“. Bereits 2023 wurde mein Vater aufgrund seiner sportlichen Leistungen und seines Wirkens für die Stadt Oberwiesenthal anlässlich seines 85. Geburtstages zum Ehrenbürger der höchstgelegenen Stadt Deutschlands ernannt.
Dass jetzt auch seine Heimatgemeinde ihm diese Würdigung ausspricht, ist schon wirklich etwas Besonderes!
Herzliche Gratulation Papa!
MDR SACHSENSPIEGEL: Eberhard Riedel Ehrenbürger von Lauter-Bernsbach -
https://www.ardmediathek.de/video/
Nachruf auf meinen Vater, Eberhard Riedel
06.04.2026
Es fällt mir unendlich schwer, Abschied von meinem Vater, Eberhard Riedel, zu nehmen. Er ist gestern am Ostersonntag nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 88 Jahren friedlich eingeschlafen.
Viele kannten meinen Vater als erfolgreichen Skirennläufer der ehemaligen DDR, als Athleten, der sein Land auf internationalen Pisten vertreten hat. Für mich war er der Mensch, der mir gezeigt hat, wie man mit Haltung, Disziplin und Leidenschaft durchs Leben geht.
Was ihn ausgezeichnete, war nicht nur sein Können auf Skiern, sondern seine Haltung zum Sport. Er war kein lauter Mensch, keiner, der sich in den Vordergrund drängte. Er arbeitete, trainierte und kämpfte - still, konsequent und mit einem tiefen Respekt vor seinem Sport und seinen Mitstreitern.
Mein Vater wurde in einer Zeit groß, in der der Sport in der DDR eine besondere Bedeutung hatte. Früh entdeckte er seine Leidenschaft für den alpinen Skisport, die ihn bis in die internationale Spitze führte. Er startete für die DDR-Nationalmannschaft und nahm an bedeutenden Wettkämpfen teil - darunter Weltmeisterschaften und Olympische Spiele. Besonders im Riesenslalom und Slalom gehörte er zu den Athleten, die sich mit den Besten der Welt messen konnten.
Wenn man ihn darauf ansprach, hat er selten über Platzierungen oder Ranglisten gesprochen. Stattdessen erzählte er von den Dingen, die nicht für jedermann sichtbar waren. Über die Bedingungen, unter denen sie trainierten - von eisigen Morgenstunden in den Bergen, von der Präzision, die dieser Sport verlangt. Er sprach von Teamgeist, von Kameradschaft, aber auch vom Druck, der auf ihnen lastete, ein ganzes Land zu repräsentieren, und das zur damaligen, politisch höchst brisanten Zeit.
Nach seiner aktiven Karriere blieb der Sport ein zentraler Teil seines Lebens. Er engagierte sich weiterhin für den Nachwuchs, gab seine Erfahrungen weiter und blieb dem Skisport eng verbunden. Ihm war wichtig, dass junge Menschen nicht nur Technik lernen, sondern auch Werte: Fairness, Ausdauer und die Fähigkeit, mit Niederlagen umzugehen.
Für mich war er weit mehr als der Sportler. Ich habe ihn als Vater erlebt - als jemanden, der trotz aller Disziplin eine große Wärme in sich trug. Er konnte streng sein, ja, aber immer gerecht. Er war ein absoluter Familienmensch und wenn ich ihn gebraucht habe, war er da. Wenn ich gezweifelt habe, war er derjenige, der mich aufmunterte, weiterzumachen. Wenn ich gefallen bin, hat er mir nicht nur aufgeholfen, sondern mir gelernt, wie ich in Zukunft selbst wieder aufstehen kann.
Und jetzt, wo ich diese Worte schreibe, merke ich erst, wie groß die Lücke ist, die er hinterlässt. Es sind die kleinen Momente, die besonders schön sind in meiner Erinnerung. Die aber nun auch umso mehr schmerzen: sein Blick, seine ruhigen Worte, sein leises Lächeln, wenn er stolz war, ohne es laut zu sagen.
Ich habe mich im Krankenhaus noch von ihm verabschieden und ihm viele Sachen, die mir noch auf dem Herzen gelegen sind, sagen können. Wie sehr ich ihn bewundert habe. Wie viel ich von dem, was ich heute bin, ihm verdanke. Wie oft ich in schwierigen Momenten an seine Stärke gedacht habe - und daran, dass Aufgeben nie eine Option war.
Es ist schwer zu begreifen, dass ich ihn nie wieder anrufen kann, um ihm von meinem Tag zu erzählen. Dass ich seine Stimme nicht mehr hören werde, die mir Ruhe gegeben hat, egal wie hektisch und stressig alles war.
Aber ich weiß, dass er in mir weiterlebt. In allem, was er mir beigebracht hat. In der Art, wie ich denke, wie ich handle, wie ich mit Rückschlägen umgehe. Und vielleicht auch in dem Mut, den ich jetzt brauche, um ihn gehen zu lassen.
Papa, ich vermisse dich mehr, als Worte es ausdrücken können. Und gleichzeitig bin ich unendlich dankbar, dein Sohn zu sein.
Danke für alles. Für jede Minute. Für jeden Rat. Für dein Vertrauen.
Mach’s gut, Papa.
Dein Sohn Peter
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Die Beerdigung wird im kleinen Rahmen der Familie stattfinden. Wir bitten, von Blumenspenden oder Kondolenzen abzusehen. Wenn Sie dennoch etwas tun möchten, dann unterstützen Sie bitte den ASC Oberwiesenthal e.V. mit einer Spende. Das war sein ausdrücklicher Wunsch.








![Das "Wunder" vom Fichtelberg [PDF] Das "Wunder" vom Fichtelberg](https://ferienvermietung.riedel-net.de/fileadmin/ferienvermietung/skitradition/wunder_vom_fichtelberg.jpg)











